Wetter – Gut beäugt

Die Auseinandersetzung des Menschen mit dem Wetter und Klima ist so alt wie der Mensch. Auf verschiedenste Weise fühlten wir uns immer vom Wetter beeinflusst und versuchten Einfluss darauf zu nehmen. Bis zur Aufklärung waren Götter, böse Geister, Hexen oder der Stand der Gestirne für das Wettergeschehen verantwortlich. Tobten Stürme hier unten, tobten oben die Launen des Himmels- und Wettergottes Thor und seiner Spießgesellen.

Doch die moderne Physik hat die Götter entzaubert. Heute strömen Winde zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten und der Regen ist kondensierter Wasserdampf.

Die systematische Wetterkunde begann um 1600, als Galileo Galilei das erste Thermometer baute. Im selben Jahrhundert folgten Barometer (Luftdruck) und Hygrometer (Luftfeuchte). Im 18. Jahrhundert begann man Theorien der Wetterursachen und Methoden der Wettervorhersage zu bilden.

1780 gründete sich in Mannheim die Pfälzische Meteorologische Gesellschaft. Sie richtete das erste weltweite Netz von 39 Wetterstationen ein, es reichte vom Ural über Grönland bis nach Nordamerika. Alle Stationen waren mit gleichen Instrumenten ausgestattet und die Wetterbeobachter lasen alle zur selben Zeit, zu den „Mannheimer Stunden“ um 7, 14 und 21 Uhr, die Werte ab.

Heute betreiben der Deutsche Wetterdienst (DWD) und der Geoinfomationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw) bundesweite Messnetze mit meteorologischen Stationen. Zudem gibt es viele private Messnetzbetreiber und ehrenamtliche Hobbymeteorologen, die Messstationen und Klimamessnetze unterhalten. Dem regionalen Klimageschehen in Ostwestfalen widmen sich seit Ende der 1990er Jahre von professionelle und ortsansässige Hobbymeteorologen. Das Messstellennetz hat 16 Stationen. Die beobachteten und ausgewerteten Daten werden unter www.klima-owl.de regelmäßig veröffentlicht.

Zur Wetterbeobachtung gehören Beobachtungen mit dem Auge und mit Hilfe von Messgeräten. Um die Beeinflussung der Messungen zu mindern, werden die Messgeräte in einer speziell konstruierten, vor direkter Sonnenstrahlung geschützten Wetterhütte in zwei Meter Höhe über Grund aufgestellt. Innerhalb der Wetterhütte werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck gemessen. Die Messung der Niederschlagsmenge, von Wind und Strahlung erfolgt außerhalb.

Wetter und Klima sind keine Verschlusssache, Wetter und Klima gehen alle an. Öffnen Sie doch mal das Türchen der modellhaften Wetterstation!

Hardehausen

Der GPS-KlimaErlebnisPfad Hardehausen startet am Waldinformationszentrum Hammerhof und führt durch das Wisentgehege zum Wisentturm. Das Wisentgehege beherbergt vom Aussterben bedrohte Wisente, rückgezüchtete Tarpane, weißes Rotwild und Schwarzwild. Bei Ihrem Streifzug durch die Wälder Hardehausens entdecken Sie die verschiedenen Waldgesellschaften und Sträucher an den Waldrändern. Auf dem letzten Teilstück des Rundweges werden Ihnen sicherlich die Fichtenforste ins Auge fallen. Die Wanderung führt Sie zum Klippen- und Felsenmeer, wo oberhalb des Weges zahlreiche kleine Hangquellen zutage treten – ein Beispiel dafür, dass viele kleine Wasserläufe im Eggegebirge ihren Ursprung haben. Vorbei geht es am Opferstein, einem riesigen Sandsteinblock, der in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten vermutlich als Kultstätte genutzt wurde. Anschließend treffen Sie rund um das 1140 gegründete Kloster Hardehausen auf alte Hudewälder, sie sind Zeugnisse der mittelalterlichen Waldweidewirtschaft. Besichtigen Sie dann gerne das ehemalige Zisterzienserkloster Hardehausen. Von hier aus geht es am Hammerbach entlang zurück zum Ausgangspunkt.