Manche mögen‘s nicht so heiß

Vielleicht ist Ihnen nach dem Aufstieg nun richtig warm geworden. Hier im kühlen Schatten der ausladenden Hainbuche können Sie in Ruhe verschnaufen und holen sich ganz an heißen Tagen sicher keinen Sonnenstich oder Hitzschlag.

Die Vorhersagen für das Klima der Zukunft gehen in Deutschland von steigenden Temperaturen aus. Am deutlichsten werden die Wintertemperaturen steigen, aber auch für die Sommer werden extremere Witterungsbedingungen erwartet. Die Anzahl besonders heißer Tage und die Dauer von Hitzeperioden sollen zunehmen. Auch wenn der Naturpark innerhalb Nordrhein-Westfalens zu den Räumen mit der höchsten projizierten Temperaturerhöhung gehört, werden Sie hier auch in Zukunft voraussichtlich die Sommerfrische vorfinden. Es wird immer deutlich kühler sein als in den tieferen Lagen.

Hitze ist eine Belastung für den Organismus. Betroffen sind vor allem ältere und sehr junge Menschen sowie Personen, die an Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen leiden. Man geht davon aus, dass sich der menschliche Organismus allmählich auch an zunehmende Hitze anpasst. In manchen südlichen Ländern der Erde ist es deutlich wärmer als hier. Im südeuropäischen Raum wird daher vielerorts traditionell Siesta gehalten. Zu Mittagszeit ruhen die Menschen und die Arbeitswelt. Vielleicht müssen wir uns am südländischen Umgang mit Sonne und Wärme orientieren.

Wir geben Ihnen nun ein paar Tipps wie Sie an heißen Tagen einen kühlen Kopf bewahren:
Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an, meiden Sie nach Möglichkeit die Mittagshitze und bleiben Sie im Schatten.
Vermeiden Sie körperliche Belastungen.
Trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks.
Essen Sie über den Tag verteilt mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.
Tragen Sie einen breitkrempigen Sonnenhut, eine Sonnenbrille und leichte, helle Bekleidung aus Baumwolle.
Lassen Sie sich häufiger kühles Wasser über die Handgelenke laufen.
Setzen Sie Kinder unter einem Jahr nicht der direkten Sonneneinstrahlung aus.

Um rechtzeitige Vorsorge vor Hitzewellen treffen zu können, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) ein Hitzewarnsystem für Deutschland eingerichtet. Vom 1. April bis zum 30. September überprüft er täglich die thermische Belastungssituation. Diese ermittelt sich nicht allein aus der Temperatur, sondern bezieht auch die Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und die direkte Sonnenstrahlung ein. Aktuelle Hitzewarnungen werden über Radio, Fernsehen und Internet verbreitet.

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