{"id":2146,"date":"2014-07-08T17:17:11","date_gmt":"2014-07-08T15:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/hardehausen.sawah.mobi\/?page_id=2146"},"modified":"2024-07-03T12:09:33","modified_gmt":"2024-07-03T10:09:33","slug":"klima-und-landschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hardehausen.sawah.mobi\/?page_id=2146","title":{"rendered":"Erlebnispunkt 2: Klima und Landschaft"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Vom Wisentturm aus k\u00f6nnen Sie den Blick \u00fcber den s\u00fcdlichen Teil des Eggegebirges schweifen lassen. Gro\u00dffl\u00e4chige W\u00e4lder entlang der Mittelgebirgsh\u00e4nge umgeben die Wiesen und Weiden rund um das Kloster Hardehausen.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Die vor Ihnen liegende Landschaft ist ein Spiegel vielf\u00e4ltiger Einfl\u00fcsse. Die Gesteinsschichten des Gebirges aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper stammen aus dem Erdmittelalter, aus Jura und Kreide. An den schroffen Sandsteinklippen und im Blockschuttmeer, zeigt sich das Gestein ganz unmittelbar. Tektonische Vorg\u00e4nge, das hei\u00dft Bewegungen der Erdkruste,\u00a0bewegten die Gesteinsschichten und bildeten das grobe Relief der Oberfl\u00e4che aus.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Das\u00a0geologischen Rohmaterial\u00a0wurde stark vom Klima gepr\u00e4gt. Stetige Erosion durch Wind, Niederschl\u00e4ge, Wasser und\u00a0vor allem die Eiszeiten formten die heutige Landschaft. W\u00e4hrend der Saaleeiszeit vor \u00fcber 200.000 Jahren drang aus dem heutigen Skandinavien ein Eisstrom nach Norddeutschland, der sich bis an die Mittelgebirge und in die M\u00fcnsterl\u00e4nder Bucht erstreckte. Dabei wurde sogar der westliche Teil des Teutoburger Waldes vom Eis \u00fcberwunden. Der Eisrand,\u00a0also die Grenze der Gletscherausdehnung, verlief etwas n\u00f6rdlich von hier bei Detmold. Als es wieder w\u00e4rmer wurde, formten die Wassermassen der abschmelzenden Gletscher die Landschaft. Wasser und Wind verlagerten gro\u00dfe Mengen an Sand und L\u00f6ss, die das Eis zur\u00fcckgelassen hatte.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Nicht nur das historische, auch das aktuelle Klima bestimmt ma\u00dfgeblich die Landschaft. Unter den heutigen Bedingungen w\u00fcrden ohne den Einfluss des Menschen in gro\u00dfen Teilen Mitteleuropas von Natur aus Buchenmischw\u00e4lder vorherrschen. Besonders auf sandigen oder lehmigen B\u00f6den in trockeneren und w\u00e4rmeren Lagen w\u00fcrde sich die Eiche, manchmal auch die Kiefer zur Buche gesellen. In n\u00f6rdlich exponierten Hanglagen k\u00e4men Esche oder Ahorn hinzu. Dauerhaft offene Fl\u00e4chen ohne Waldbestand w\u00e4ren die Ausnahme und auf besondere Standorte wie Moore oder Felsen beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Entlang der KlimaErlebnisRoute rund um Hardehausen werden Sie an einigen Stellen sehen, dass nicht \u00fcberall in Teutoburger Wald und Eggegebirge tats\u00e4chlich Buchen stehen. Daran hat die menschliche Nutzung wesentlichen Anteil. Aber auch nat\u00fcrliche Faktoren f\u00fchren dazu, dass innerhalb der von ozeanischen Einfl\u00fcssen gepr\u00e4gten Vegetationszone des Buchenwaldes andere Pflanzengesellschaften konkurrenzst\u00e4rker sind. F\u00fcr sie ist nicht das Klima der Region der ausschlaggebende Faktor. Sie sind vielmehr von den vorherrschenden Bodenverh\u00e4ltnissen gepr\u00e4gt. Eine solche \u201eazonale\u201c Vegetation findet sich beispielsweise entlang von Bachl\u00e4ufen. Feuchte oder nasse B\u00f6den, regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberschwemmungen oder Untersp\u00fclungen k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Buchenwaldgesellschaften hier nicht dauerhaft wachsen. Stattdessen bestimmen Weiden, Erlen oder Eschen das Bild.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Wisentturm aus k\u00f6nnen Sie den Blick \u00fcber den s\u00fcdlichen Teil des Eggegebirges schweifen lassen. Gro\u00dffl\u00e4chige W\u00e4lder entlang der Mittelgebirgsh\u00e4nge umgeben die Wiesen und Weiden rund um das Kloster Hardehausen. Die vor Ihnen liegende Landschaft ist ein Spiegel vielf\u00e4ltiger Einfl\u00fcsse. 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