{"id":2177,"date":"2014-07-08T17:51:56","date_gmt":"2014-07-08T15:51:56","guid":{"rendered":"https:\/\/hardehausen.sawah.mobi\/?page_id=2177"},"modified":"2024-07-03T13:27:54","modified_gmt":"2024-07-03T11:27:54","slug":"kloster-hardehausen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hardehausen.sawah.mobi\/?page_id=2177","title":{"rendered":"Erlebnispunkt 11: Kloster Hardehausen"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Das ehemalige Zisterzienserkloster Hardehausen wurde 1140 durch den Paderborner Bischof Bernhard I. von Oesede gegr\u00fcndet. Es war die erste Niederlassung des Ordens in Westfalen. 300 \u201eGraue M\u00f6nche\u201c lebten\u00a0einst nach den Regeln des Heiligen Benedikt im Kloster. Die imposante, aus Eggesandstein erbaute Anlage mit den\u00a0fr\u00fcheren Kloster-, Wirtschafts- und M\u00fchlengeb\u00e4uden, dem Abtshaus, der riesigen Zehntscheune, den Fischteichen, dem Schafstall und dem Dorfkrug l\u00e4sst erahnen, welche wirtschaftliche Bedeutung dieses mittelalterliche Gemeinwesen\u00a0zu dieser\u00a0Zeit hatte.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Das Mittelalter war gepr\u00e4gt von Pest und erdr\u00fcckenden Frondiensten f\u00fcr die Grundherren, geh\u00f6rte\u00a0aber zumindest klimatisch zu einer beg\u00fcnstigten Epoche. Die Gr\u00fcndung des Klosters fiel in die Phase des so genannten \u201emittelalterlichen Klimaoptimums\u201c. Es dauerte von ca. 800-1350. In regionaler und zeitlich unterschiedlicher Auspr\u00e4gung, aber inzwischen weltweit nachgewiesen, lagen die Temperaturen um rund 1\u00a0\u00b0C h\u00f6her als im Zeitraum 1961-1990.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Die Anbaugrenzen f\u00fcr die damalige\u00a0Landwirtschaft lagen\u00a0in den deutschen Mittelgebirgen etwa 200 m h\u00f6her als heute. Fl\u00e4chen, die heute von Wald bedeckt sind, unterlagen in jenen Tagen, unter anderem infolge der Klimagunst, der Acker- und Gr\u00fcnlandnutzung. Der Fl\u00e4chenanteil des Waldes ging in Deutschland w\u00e4hrend dieser Phase auf unter 20 % zur\u00fcck. Das vergleichsweise warme Klima erlaubte den Weinanbau bis nach S\u00fcdschottland.\u00a0Auch in Ostwestfalen wurde Wein angebaut, zum Beispiel am Weinberg\u00a0des Klosters Corvey in H\u00f6xter oder in Blomberg. Getreideanbau war in Norwegen bis fast zum Polarkreis hinauf m\u00f6glich, das Packeis im n\u00f6rdlichen Atlantik zog sich nach Norden zur\u00fcck. Diese Erw\u00e4rmung erlaubte den Wikingern Island und Gr\u00f6nland (das bedeutet Gr\u00fcnland) zu besiedeln.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Die milden Klimaverh\u00e4ltnisse f\u00f6rderten damals in ganz Mitteleuropa den Aufwuchs von Laubb\u00e4umen. Insbesondere f\u00fcr die w\u00e4rmeliebenden Eichen herrschten optimale\u00a0Bedingungen. Der hohe Anteil von Eichen und Buchen an den mittelalterlichen Baumbest\u00e4nden beg\u00fcnstigte die Schweinemast. Man bewertete einen Wald oft weniger nach seiner Eignung und seinem Wert f\u00fcr die Holzgewinnung als vielmehr nach seinem Reichtum an Bucheckern und Eicheln, um m\u00f6glichst viele Schweine weiden zu lassen. Eine dementsprechend bedeutende Rolle spielte die Schweinemast auch f\u00fcr das Kloster Hardehausen. W\u00e4hrend seiner Bl\u00fctezeit war die Haltung von Schweinen die Haupteinnahmequelle. Dass sich um das Kloster\u00a0vormals ausgedehnte Hudew\u00e4lder befunden haben, l\u00e4sst sich heute noch an den alten Eichen im Waldst\u00fcck Rehwinkel erkennen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ehemalige Zisterzienserkloster Hardehausen wurde 1140 durch den Paderborner Bischof Bernhard I. von Oesede gegr\u00fcndet. Es war die erste Niederlassung des Ordens in Westfalen. 300 \u201eGraue M\u00f6nche\u201c lebten\u00a0einst nach den Regeln des Heiligen Benedikt im Kloster. 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