Erlebnispunkt 1: Wetterbeobachtung für Laien

Vor dem Start der Wanderung lohnt sich ein Blick auf das Wetter, besonders auf Wind- und Regenverhältnisse und in die Wolken. An der Art der Wolken lässt sich ablesen, ob sich das Wetter ändert. So deuten Schäfchenwolken Schönwetterlagen an, zerfiederte Cirruswolken kündigen Regen für den nächsten Tag an und bei bereits jetzt sehr dunklen Regen- oder Gewitterwolken sollte man den Ausflug vielleicht noch einmal überdenken.

Die Beobachtung des Wetters war in der Vergangenheit für große Teile der Bevölkerung überlebenswichtig. Zu früh ausgebrachte Saat oder zu spät eingebrachte Ernte konnte das Überleben der Familie während der Wintermonate bedrohen. So stellten Menschen auch schon vor dem Zeitalter der Technik ganz allein auf Basis von jährlich gleichbleibenden Beobachtungen zur Temperatur, Regenmenge und Windaufkommen gültige Regeln für das heimische Wetter im Tages- und Jahresverlauf auf. Diese bezogen sich meist auf einem bestimmten Tag aus, einem sogenannten Lostag. Diese Lostage sind meist kirchliche Feiertage oder Gedenktage an Heilige und daher sowieso bereits im Kalender der Bevölkerung fest verankert gewesen. Jeder wusste folglich, um welchen Tag es sich handelt, und verstand die „Bauernregel“ sofort.

Im Folgenden eine Auflistung von Bauernregeln:
17. Januar: Große Kälte am Antoniustag manchmal nicht lange halten mag.
6. Februar: Die heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee.
6. März: Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein.
April, April macht was er will.
April/Mai: Grünt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche.
11.-15. Mai: Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.
15. Mai: Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.
21. Juni: Ist die Milchstraße klar zu seh’n, bleibt das Wetter schön.
27.6.: Wenn’s am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.
10. August: Laurenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein.
15. August: Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
September/Oktober: Wenn Bucheckern geraten wohl, Nuss- und Eichbaum hängen voll, so folgt ein harter Winter drauf, und es fällt der Schnee zuhauf.
21. Oktober: Zu Ursula muss das Kraut herein, sonst wird’s noch lange draußen sein.
11. November: Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein.
4. Dezember: Knospen an Sankt Barbara, sind zum Christfest Blüten da.

Startpunkt: Hammerhof in Hardehausen

Der GPS-KlimaErlebnisPfad Hardehausen startet am Waldinformationszentrum Hammerhof und führt durch das Wisentgehege zum Wisentturm. Das Wisentgehege beherbergt vom Aussterben bedrohte Wisente, rückgezüchtete Tarpane, weißes Rotwild und Schwarzwild. Bei Ihrem Streifzug durch die Wälder Hardehausens entdecken Sie die verschiedenen Waldgesellschaften und Sträucher an den Waldrändern. Auf dem letzten Teilstück des Rundweges werden Ihnen sicherlich die abgestorbenen Fichtenforste ins Auge fallen. Die Wanderung führt Sie zum Klippen- und Felsenmeer, wo oberhalb des Weges zahlreiche kleine Hangquellen zutage treten – ein Beispiel dafür, dass viele kleine Wasserläufe im Eggegebirge ihren Ursprung haben. Vorbei geht es am Opferstein, einem riesigen Sandsteinblock, der in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten vermutlich als Kultstätte genutzt wurde. Anschließend treffen Sie rund um das 1140 gegründete Kloster Hardehausen auf alte Hudewälder, sie sind Zeugnisse der mittelalterlichen Waldweidewirtschaft. Besichtigen Sie dann gerne das ehemalige Zisterzienserkloster Hardehausen. Von hier aus geht es am Hammerbach entlang zurück zum Ausgangspunkt.