Für den Menschen haben Quellen seit jeher einen hohen Symbolgehalt und es ranken sich viele Geschichten und Mythen um ihre Vergangenheit. In der Nähe dieser wirtschaftlich und kulturell bedeutsamen Orte wurden häufig Siedlungen oder Kultbauten errichtet. So konnte auch der früheste Siedlungsbefund im Bereich des Naturparks an Quellen nachgewiesen werden. An den Rethlager Quellen im Teutoburger Wald soll ein Lager eiszeitlicher Jäger bestanden haben.
Quellen sind natürliche, ständig oder zeitweilig fließende Austritte von Grundwasser an die Erdoberfläche. Hier kommt das Wasser, das vorher langsam unter der Erde geflossen ist, zum ersten Mal mit der Luft in Berührung. Es vollzieht sich der Übergang vom Grund- zum Oberflächenwasser.
Viele Quellen sind vom Menschen verändert worden. Die Fassung oder Verrohrung war früher aus einem gut gemeinten, nutzungsgeprägten Naturverständnis heraus üblich. Man wollte sie vor Verwilderung schützen. Den Folgen dieser Eingriffe war man sich lange Zeit selbst im Naturschutz nicht bewusst. Heute ist die Fassung von Quellen aus ökologischen Gründen verboten und viele Quellen, samt belebtem Quellbereich, sind als Naturdenkmal ausgewiesen worden.
An den meisten Quellen entspricht die Wassertemperatur annähernd der mittleren jährlichen Lufttemperatur. Im Sommer sind die Quellen deshalb frischer, im Winter wärmer als die Temperatur der Außenluft oder der Oberflächengewässer. Hat das an der Oberfläche austretende Wasser über 20 °C, spricht man von Thermalquellen, bei über 50 °C von heißen Quellen. Im Teutoburger Wald und Eggegebirge gibt es zahlreiche Heil- und Thermalquellen. Ihre Kohlesäureblasen stammen von vulkanischen Aktivitäten, von vor etwa 7-14 Millionen Jahren. Heute gehören die Quellen zu den wertvollsten Schätzen des Naturparks. Sie haben der Region zwischen Teutoburger Wald, Eggegebirge und Weserbergland den Ruf als „Heilgarten Deutschlands“ eingebracht. Bereits im 16. Jahrhundert waren die Bad Driburger Heilquellen bekannt und im 18. Jahrhundert wurden Badekuren in Bad Meinberg und Bad Salzuflen populär. Durch gezielte Suche und Bohrungen konnten seither viele neue Quellen erschlossen werden. Die jüngste, die Bad Driburger Thermalquelle, wurde erst 1988/1989 erbohrt.
Hier an den Hängen des Klippen- und Felsenmeeres gibt es noch zahlreiche ungestörte Hangquellen, die oberhalb des Weges an vielen Stellen zutage treten. Sie befinden sich hier am Weg definitionsgemäß noch im Quellbereich der Axelquelle, denn der eigentliche Wasseraustritt liegt weniger als 100 m von hier entfernt.

